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Erfahrung schon seit 1983
Unser "Diagnosefinder"
ARTHROSESCHMERZEN
Eine Art
hrose
ist die häufigste Ursache für
Gelenksschmerzen. Die Art
hrose ist
eine vorwiegend degenerative (=
abnutzungsbedingte)
Gelenkerkrankung,
hauptsächlich des Gelenkknorpels, die (mit großen Schwankungen) erst mit zunehmendem Alter auftritt.
Bei der deformierenden (=
verunstaltenden)
Art
hrose (Arthrosis
deformans)
bestehen
chronische, schmerzhafte, zunehmend funktionsbehindernde Gelenkveränderungen
infolge eines Mißverhältnisses von Tragfähigkeit und Belastbarkeit. Betroffen sind
vor allem das Hüft- und Kn iegelenk.
Man unterscheidet die primäre (anlagebedingte) von der sekundären Art
hrose.
Die genaue Ursache der primären Art
hrose ist (noch) nicht bekannt.
Die Ausbildung einer sekundären Art
hrose und die damit verbundenen
Arthroseschmerzen kann durch mehrere Faktoren begünstigt bzw.
verursacht werden. So
z.B. Überlastungen (Kniegelen ke beim Fliesenleger), Vorschädigungen
infolge eines Unfalls oder eigenständige
Gelenksentzündungen (Arthritiden).
Darüber hinaus auch permanente Fehlbelastungen z.B. bei Fehlstellung der Be ine
(X- oder O-Be ine).
Zur Prävention (=
Vorbeugung)
von Arthroseschmerzen
sollten deshalb präarthrotische
(=
Arthroseschmerzen vorausgehenden,
Arthroseschmerzen begünstigende)
Deformitäten (=
Fehlbildungen)
beseitigt werden.
Eine Art hrose der Unkovertebralgelen ke (= "Halbgelenke" an der Halswirbelsäule zwischen einem Vorsprung der Deckplatte und der Abschlußplatte benachbarter Wirbelkörper), die sog. Unkovertebralarthrose, kann zu Schmerzen in der Halswirbelsäule bzw. zu einem Zervikal-Syndrom führen.
Eine Art hrose der kleinen Wirbelgelenke hpts. im Lendenbereich kann zu Rückenschmerzen führen. Man spricht dann von einem sog. Facettensyndrom.
In den letzten Jahren hat die operative Behandlung der Art hrose bzw. Arthroseschmerzen große Bedeutung erlangt. Folgende Methoden stehen zur Verfügung:
Synovektomie: Die operative Entfernung der Innenhaut der Gelenkkapsel, wenn diese sich immer wieder entzündet und zu sog. Gelenksergüssen führt.
Umstellungsosteotomie: Die operative Beseitigung von Fehlstellungen zur Wiederherstellung physiologischer (= natürlicher) Achsenverhältnisse am arthrotisch vorgeschädigten Gelenk.
Gelenkersatz durch Endoprothesen aus Kunststoff oder Metall.
Die Behandlung mit Hyaluronsäure hat sich als wirksame Therapie bei Arthroseschmerzen etabliert. Speziell für die Behandlung der kleinen Synovialgelenke (= echtes Gelen k , also mit Gelenkspalt, Gelenkkapsel und Gelenkschmiere) gibt es eine Mini-Fertigspritze (1 ml Natriumhyaluronat).
Nicht wenige Patienten mit Arthroseschmerzen kommen zum Schmerztherapeut, weil sie eine Operation vermeiden bzw. zeitlich hinauszögern wollen oder eine Operation aus anderen gesundheitlichen Gründen risikobehaftet ist. Die moderne Schmerztherapie verfügt gerade bei Arthroseschmerzen über hilfreiche Behandlungsmöglichkeiten, die z.T. zu erstaunlichen Resultaten führen.
Medikamentöse Behandlung bei Arthroseschmerzen:
Akut und subakut können bei Arthroseschmerzen
zunächst (vorwiegend)
peripher wirkende
Analgetika
(=
Schmerzmittel, die am Ort
der Schmerzentstehung wirken)
eingesetzt werden, insbesondere sog. nicht steroidale
Antirheumatika
(=
Rheuma
mittel),
aus dieser Gruppe möglichst lang wirkende und
magenschonende
wie z.B.
Meloxicam. Besonders magenschonend
und auch entzündungshemmend sind die sog. COX-2 Inhibitoren, z.B.
Parecoxib
oder Etoricoxib, allerdings scheint diese Stoffgruppe mit einem
Herz-/Kreislauf-Risiko verbunden zu sein, zumindest bei längerer Therapiedauer.
Es bleibt abzuwarten, ob Parecoxib und
Etoricoxib nicht auch noch vom Markt genommen werden, wie schon andere
Mittel dieser Stoffgruppe zuvor.
Bei zusätzlich bestehenden, schmerzhaften Muskelverspannungen können darüber
hinaus auch
Muskel
relaxanzien
(= Mittel zur Entspannung von
Muskeln)
(z.B.
Orphenadrin, Tolperison) verordnet werden.
Manchmal sind aber die
Schmerz
zustände nur mit zentral wirkenden
Analgetika ((z.B. Tramadol,
Tilidin, Oxycodon (Tilidin
oder Oxycodon auch mit Naloxon) oder Morphin)) (= im Gehirn
bzw.
Rückenmark
wirkende
Schmerzmittel)
beherrschbar.
Grundsätzlich sollte aber auch bei diesen
Schmerzen eine längerfristige Schmerzmittelverordnung wegen der Gefahr der
Gewöhnung oder gar
Abhängigkeit
vermieden werden. Die
Kombination mit schmerzdistanzierenden Antidepressiva
(= Mittel gegen Depression, aber
auch bei chronischen Schmer
zen hilfreich) (z.B.
Doxepin, Maprotilin) oder
Neuroleptika
(= „Nervendämpfungsmittel“)
hilft in vielen Fällen Schmerzmittel einzusparen.
Therapeutische
Lokalanästhesie
(=
Behandlung mit einem örtlichen
Betäubungsmittel)
bei Arthroseschmerzen:
Bei anhaltenden Arthroseschmerzen sollten rechtzeitig alternative Methoden eingesetzt
werden. Eine sehr wirksame Alternative, ohne jedes Gewöhnungs- oder
Suchtpotential, ist die therapeutische Lokalanästhesie mit einem lang wirkenden
örtlichen Betäubungsmittel (z.B.
Bupivacain) in Form von örtlichen
Betäubungen und Nervenblockaden. Dabei werden die schmerzhaften Gelenke
wiederholt (stationär bei uns zwei mal täglich, auch an Wochenenden) großzügig perikapsulär (= um die Gelenkkapsel herum)
infiltriert.
Schmerzhafte Gelen ke können auch mit "Zeel" umspritzt werden, was
manchen Patienten mit "homöopathischer" Grundeinstellung sehr entgegen kommt.
Als nächst höhere Therapiestufe kommen wiederholte Ner ven- bzw.
Leitungsblockaden in Frage, in hartnäckigen Fällen auch kontinuierlich mit
Katheter*.
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Ner ven und Nervengeflechte: |
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zugehörige Gelenke: |
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Plexus brachialis: |
Ellen bogen, Hand- und Fingergelenke, |
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mit der retrograd hohen Variante kann |
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auch das Schultergelenk erreicht werden |
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Plexus lumbalis (mittels |
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N. femoralis-Katheter): |
Hüftgelenk |
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N. femoralis: |
Kniegelenk |
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N. ischiadicus: |
Fußgelenke |
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Grundsätzlich wird das
Lokalanästhetikum
(=
örtliche
Betäubungsmittel) jeweils so verdünnt
verabreicht, daß nur die Sensibilität
(= u.a. Schmerzempfindung) betroffen
ist, die Motorik (= Muskelfunktion)
aber erhalten bleibt und damit begleitend intensive, gelenkfunktionserhaltende
sowie funktionsfördernde krankengymnastische Übungsbehandlungen möglich sind,
bzw. bei stärkeren Arthroseschmerzen durch Hemmung der Nozizeption
(= Schmerzreizleitung)
erst möglich werden. Diese Nervenblockade
n haben darüber hinaus einen sehr
günstigen Nebeneffekt.
Durch die gleichzeitige Blockade vegetativer
Nervenfaseranteile kommt es im korrespondierenden Gewebebereich zu einer
sehr deutlichen Mehrdurchblutung, die jedem degenerativen
Prozeß nachhaltig entgegenwirkt. In diesem Sinne ist diese Behandlung bei Arthroseschmerzen
nicht nur
symptomatisch (= nicht nur auf die Schmerzen gerichtet),
sondern auch kurativ (= heilend).
Die deutsche
Art
hrose-Hilfe e.V. dazu:
" Was tun gegen Art hrose in der Hüfte?
Schmerzen in der Hüfte können in vielen Fällen auf eine
Durchblutungsstörung
hinweisen, die sogar zu einem Zusammenbrechen des Hüftkopfs führen kann. Oft
entwickelt sich dann eine besonders schwere Art hrose des Hüftgelenks."
* Bei der sog. kontinuierlichen Blockade mit Katheter wird ein dünner Kunststoffschlauch vorübergehend (z.B. 10-14 Tage lang) dicht an Nervengeflechte bzw. den betroffenen Nerven eingepflanzt. Die Einpflanzung erfolgt durch eine handelsübliche Kanüle hindurch, es muß also nicht „aufgeschnitten“ werden. In der Folge wird über diesen Katheter mehrmals täglich, jeweils nach Abklingen der vorangegangenen Dosis, das örtliche Betäubungsmittel völlig schmerzlos nachgespritzt. In bestimmten Fällen kann zur Verabreichung des örtlichen Betäubungsmittels durch den Katheter hindurch auch eine kleine Pumpe angeschlossen werden.
Physikalische Schmerztherapie
bei Arthroseschmerzen:
Auch eine Elektrostimulation kann bei Arthroseschmerzen eine Beschwerdelinderung
herbeiführen. Die transkutane Nervenstimulation mit
Niederfrequenzgenerator (TENS) hat den Vorteil, daß sich die Patienten
bei Bedarf selbst behandeln können. Die Elektroden werden paarig über dem
betroffenen Gelen k aufgeklebt. Durch Veränderung der Stimulationsfrequenz und
der Elektrodengröße kann die Wirkung optimiert werden.
Eine weitere
physikalische Behandlungsmöglichkeit ist die oberflächliche Kältetherapie
im Schmerzbereich. Wir verwenden einen elektrischen Kaltluftgenerator, dessen
Luftstrom auf ca. -10 bis -15 Grad C abgekühlt ist.
Manche Patienten mit Arthroseschmerzen empfinden allerdings lokale Wärmeapplikationen
(Rotlicht) als besser wirksam. Warme Bäder können ebenfalls
chronische Arthroseschmerzen
lindern, gleiches gilt für die Wärmekammer.
Auch
die Magnetfeldtherapie
ist bei Arthroseschmerzen eine gute Indikation
Andere Maßnahmen zur
Behandlung von
Arthroseschmerzen:
Der Vollständigkeit halber darf die Akupunktur
nicht unerwähnt bleiben.
Hypnoide
(= bewußtseinsverändernde)
Verfahren wie autogenes Training oder
progressive Relaxation nach Jakobson sind im Rahmen einer
psychologischen
Mitbetreuung eine sinnvolle Ergänzung der
Gesamtstrategie. Bei chronischen Arthroseschmerzen ist auch ein
Schmerzbewältigungstraining sinnvoll.
Wenn Arthroseschmerzen längerfristig bestehen, ist davon auszugehen, daß bereits ein Chronifizierungsgrad II oder III (Mainzer Stadieneinteilung) vorliegt. In diesen Fällen ist eine rein somatische (= körperliche) Behandlung kaum mehr ausreichend, sondern es müssen zusätzlich psychologisch /psychotherapeutische Interventionen erfolgen.
Kommt man um eine Operation (künstlicher Gelenkersatz) nicht herum, weil z.B. durchblutungsfördernde Maßnahmen nicht, oder zu spät eingeleitet wurden, so bieten die Methoden der modernen Schmerztherapie optimale Voraussetzungen für eine nachfolgende Anschlußheilbehandlung (AHB) bzw. Anschlußrehabilitation. Mehr darüber erfahren Sie hier: http://www.anschlussheilbehandlung.eu (einfach anklicken).
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Aktualisiert:>22.09.2009</>
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